Bildschirmfilm ‘screencast’

Filme des Bildschirmes (‘screencast’) konnte ich nicht direkt auf dem RPi erzeugen, da der Rpi  nicht die nötige Rechenleistung dafür mitbringt.

Deshalb wird der Bildschirminhalt auf einen leistungsfähigeren Rechner ausgelagert und der Inhalt dort aufgezeichnet.

Notwendig ist eine Netzwerkverbindung und ein leistungsfähiger zweiter Rechner (Laptop, Desktop).

Auf dem Rpi

Installation remote desktop server software.

sudo install tightvncserver

Start des Servers

Der Start des Servers wird in einer Konsole ausgeführt, für die der eingeloggte User ‘pi’ ist. Dann kann auch der ‘remote’ Zugriff nur als ‘pi’ erfolgen.

 tightvncserver

Der Server wird aktiv und erlaubt den Zugriff von einem anderen Rechner.
Beim Start kann die Grösse des Bildschirms in Pixel angegeben werden, z.B.

tightvncserver -geometry 1024x768

Das ist hilfreich, wenn der zweite Rechner eine kleinere Bildschirmgrösse in Pixeln hat.

Die lokale IP-Adresse des RaspberryPi im Netzwerk muss bekannt sein. Wenn keine feste IP-Adresse eingestellt wird, kann die Adresse mit dem Befehl ifconfig herausgefunden werden.

ifconfig

Die Ausgabe sieht dann wie folgt aus:
ifconfig

Der blaue Kasten zeigt die Stelle an, an der die IP-Adresse steht. Bei WLAN-Verbindungen ist der Adapter nicht eth0, sondern wlan0.

Auf dem zweiten Rechner: Verbinden und Aufzeichnen

Es wird ein VNC-Client benötigt und eine Aufzeichnungssoftware,

In meinem lokalen Netzwerk habe ich das auf einem Windows-PC erledigt mit tightVNC-Client und VLCMedia Player.

VNC-Client

VNC Client starten und mit dem RPI verbinden.

vncclient

Die eingestellte Adresse ist die des RaspberryPi. Hier geben Sie die vorher ermittelte Adresse ihres RaspberryPi ein.

Bildschirmaufzeichnung

VLC Media Player starten und Aufzeichnung aktivieren

Über das Menü zu Medien / Konvertieren,Speichern / navigieren.

vlcstart

 

Dann ‘Speichern” auswählen. Man erhält den kompletten Bildschirm aufgezeichnet und muss mit dem Videoschnittprogramm den Ausschnitt wählen.

Die Bildwiederholrate ist hier auf 20 fps eingestellt. 10 fps können ausreichen, wenn die Bildschirmaktionen in üblicher Geschwindigkeit sind.

Die erzeugten Videos können sehr gross werden, da der komplette Bildschirm aufgezeichnet wird.

Videoschnitt

Weiter dann mit einem Videoschnittprogramm. Hier habe ich mich für ein preiswertes Einsteigerprogramm entschieden.

Die Kriterien war die Möglichkeit Bildausschnitte zu definieren und Bild-in-Bildfunktionen. Ein Titelgenerator sollte auch nicht fehlen.

Da hier ein kommerzielles Produkt verwendet wird, soll keine Werbung betrieben werden.
Einige Produkte werden in einem Artikel der Zeitschrift ct des Heise Verlags dargestellt.

Die Zeitdauer für die Einarbeitung sollte nicht unterschätzt werden. Mein erster Film, eine Aufzeichnung einer Ferngesteuerten Scratch-Installation, hat von der Idee bis zum Einstellen bei youtube einen kompletten Tag gedauert.